Und um noch genauer zu sein: Bocholt liegt direkt an der Aa und ist Endstation für viele, die mit dem Zug Richtung Norden, zum Beispiel in ein Ferienhaus in Dänemark, oder Nordsee unterwegs sind. Von hier aus geht es nur noch mit dem Fahrrad weiter. Was ja auch nicht weiter schwer ist, denn hier ist alles schön flach, die Straßen gut asphaltiert, überall schlängeln sich Radwege durch die Stadt, so dass Bocholt – man höre und staune – im Jahre 2008 zur „Fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands“ (unter 100.000 Einwohnern) gekürt wurde.
Tja, dass die Holländer uns den direkten Weg zum Strand abgeschnitten haben, ist natürlich nicht so erfreulich, aber eben leider nicht zu ändern. Wer weiß, wofür das gut ist – man denke nur an die Klimaerwärmung, das Schmelzen der Pole, das Ansteigen des Meeresspiegels ... Na, ich denke Ihr wisst schon, was gemeint ist. Da kann man froh sein, dass es dazwischen noch genügend Land gibt, was überschwemmt werden kann. Außerdem hat man als Bewohner einer Grenzstadt auch so seine Vorteile, denn in Holland gibt’s ja viele Dinge, die viel billiger sind als hier und auch solche, die es hier überhaupt nicht gibt.
Es existieren aber auch noch andere interessante Dinge, weswegen man Bocholt unbedingt mal besuchen sollte. Zum Beispiel gibt es in der Stadt ein riesiges Textilmuseum, in dem man sehen kann, wie man um 1900 Stoffe, Geschirrtücher oder Topflappen hergestellt hat. Das tollste ist aber der riesige Parkplatz, der aufgrund der Nähe zu Holland gleich zu einem Campingplatz umfunktioniert wurde. Ganz praktisch, da man sich vom Wohnwagen aus dann gleich in den Aa-See stürzen kann.
Ansonsten gäbe es noch das Schloss Diepenbrock zu besichtigen, das mit seinem riesigen Schlosspark eigentlich ein ideales Ausflugsziel für Schlösser- und Gartenfans wäre. Doch leider wird es von seinen Eigentümern bewohnt, so dass es hier von Verbots- und Warnschildern nur so wimmelt. An einer lichten Stelle kann man es allerdings durch den hohen Gartenzaun bewundern.
So sind alle Bocholter wahre Meister im Zeitvertreib. Einer davon ist diese Seite, in der wir über alles snaken wollen, was uns so in den Sinn kommt. Vielleicht geht’s andern ja ähnlich?
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